Hans 7151 hat geschrieben: Sa 22. Jan 2022, 19:44
Volkmar, Du frägst immer wieder nach Alternativen. Es gibt Alternativen,aber keine Umweltneutralen.
Wir bräuchten eine radikale Verhaltensänderung, und das Weltweit, aber daß wird sich nie durchsetzen.
D hat nicht mal 2% CO2 Anteil, einen kleinen Teil der Staaten können wir vielleicht noch mitnehmen durch Vorbildfunktion. Aber die Masse wird schöne Worte faseln und mehr nicht.
Hans 7151 hat geschrieben: Sa 22. Jan 2022, 22:06
Heute und Morgen ist in ganz Europa bewölkt, also PV und Solar bringt nicht viel, nachts eh nicht. Der Wind weht mit 5 -15KM/h in ganz Europa. Wieviele WKA braucht man um in dieser Situation eine sichere Stromversorgung sicher zustellen.
Hallo Hans,
Danke dass du deine Meinung klar zum Ausdruck gebracht hast. In vielen Punkten, wenn auch nicht in allen, stimme ich mit dir überein.
So lange es noch keine Marktreifen und einsatzfähige Speichertechnologien für Strom/Wasserstoff gibt, so lange geht es nicht ohne konventionelle Kraftwerke. Trotz aller Fortschritte halte ich es für ein Wunschdenken, dass so etwas bis 2035 bereits installiert und lauffähig ist.
Also werden wir noch viele Jahre auf "normale" Kraftwerke angewiesen sein.
Es gibt für mich aber auch noch einen anderen wichtigen Gesichtspunkt, die Abhängigkeit und Preisentwicklung von Öl und Gas. Der Bedarf an Öl und Gas steigt in China und Indien enorm, was zu immer weiter steigenden Preisen führen wird.
Deshalb halte ich es für richtig, dass man vom Jahres-Gesamtstromverbrauch so viel wie wirtschaftlich sinnvoll möglich durch PV, Wasserkraft und Wind abdeckt. In den "sonnigen und windigen" Zeiten ist diese Form der Energieerzeugung schon günstiger als Öl und Gas.
Wenn wir es also schaffen die größte Menge mit sauberer Erzeugung abzudecken und "nur" die Ertragsarmen Zeiten mit Öl und Gas, so haben wir schon einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zumindest reduziert und als Nebeneffekt der Umwelt auch etwas geholfen. Wenn viele , kleine, dezentrale und bezahlbare Speicher es mindestens schaffen, dass in den windigen/hellen Tagen der Strom auch für die nächste Nacht reicht, wäre schon wieder viel gewonnen.
Eine Speicherung "im Sommer für den Winter" werden wir lange noch nicht sinnvoll erreichen.
Ein Solardach mit Eigenverbrauch und Einspeisung auf dem Haus macht Sinn, jedoch nicht als Pflicht.
Ein Hausbesitzer mit knappen Budget kann sein Dach ja auch für 20 Jahre verpachten, damit die Stadtwerke oder andere Interessenten eine PV auf sein Dach machen. Es ist doch egal wer es macht, Hauptsache die Fläche wird genutzt. Alternativ kann man ihm anbieten, dass er für das Dach nichts bekommt, aber den Eigenverbrauch (im Mittel sind dies rund 30-35% der Jahresstrommenge) dafür für nur 15Cent/kWh erhält, dann lohnt es sich auch schon wieder für den Hausbesitzer und noch für den Erzeuger.
So sehr ich mir wünschen würde, dass wir ganz ohne konventionelle Kraftwerke und bezahlbar saubere Energie erzeugen, so sehr ist mir klar, dass dies für die nächsten 10-20 Jahre nur reines Wunschdenken ist. Das Ziel jedoch stimmt trotzdem jetzt schon, nur eben mit Augenmaß und der Vernunft der technischen, finanziellen und zeitlichen Machbarkeit, statt nur mit Worten und unrealistischem Wunschdenken.
Ich vertraue auf Forschung und Entwicklung, aber die arbeiten nach Fortschritten, und nicht nach Datum.