Einfach ganz schrecklich. Ruft einem wieder mal ins Bewusstsein, wie zerbrechlich unsere Pappschachteln sind.
Also bitte am Stauende die Augen immer wieder zum Rückspiegel und nach vorne genug Platz lassen, um notfalls flüchten zu können.
Der LKW-Fahrer aus dem Video bringt vieles auf den Punkt. Volle Zustimmung.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Di 6. Jun 2023, 20:44
von Masure49
Kommt natürlich auch darauf an, mit welchem Tempo der LKW auffährt.
Hat er nur noch etwas Restgeschwindigkeit oder fährt er ungebremst mit welchem (hohen) Tempo auf.
Schiebt er das Womo nur vor sich her oder steht vor dem Womo ein weiterer LKW, den der auffahren LKW auf den vor ihm stehenden draufschiebt usw usw.
Wenn ich/wir einen Stau auf der Autobahn erkennen, ist die erste Reaktion Warnblinkanlage an und so weit wie möglich vor dem Stau Tempo rausnehmen und gleichzeitig intensiv den rückwärtigen Verkehr beobachten.
Erst wenn alle hinter uns, egal ob Pkw oder Lkw, lange vor dem Stauende, die Situation erkannt bzw. reagiert haben,
erst dann nähern wir uns langsam dem Stauende.
So bin ich, so sind wir in über 50 Jahren Autofahrerleben noch nie in so eine brenzlige Situation geraten.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Di 6. Jun 2023, 21:33
von Agent_no6
Mal was ganz anderes und ganz unabhängig von den wirklich sehr traurigen Auswirkungen. Wo ist der Unterschied ob der LKW auf eine Pappschachtel aka Wohnmobil trifft oder auf einen Fiat Panda, VW Golf, was auch immer.
Wollt ihr deswegen im Panzer über die A1 rollen.
Das wird es immer geben und man muß sich dessen bewusst sein, mit offenen Augen und Ohren über die AB fahren. Ob man sowas hätte abwenden können, weiß nicht. Dennoch in so einem Fall (Stau, LKW vor einem etc) hochkonzentriert sein und mit Rückspiegel fahren, das hilft sehr viel.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Mi 29. Nov 2023, 22:47
von frododucato
Hundefreund hat geschrieben: Di 6. Jun 2023, 17:57
Einfach ganz schrecklich. Ruft einem wieder mal ins Bewusstsein, wie zerbrechlich unsere Pappschachteln sind.
Also bitte am Stauende die Augen immer wieder zum Rückspiegel und nach vorne genug Platz lassen, um notfalls flüchten zu können.
Der LKW-Fahrer aus dem Video bringt vieles auf den Punkt. Volle Zustimmung.
als bisheriger Nur-Auto-Fahrer lasse ich sowieso die meiste Zeit immer ein drittel oder das doppelte mehr Platz zum Auto vor mir als die meisten anderen Autofahrer, sodaß ich einfach nur vom Gaspedal gehen und nicht automatisch bremsen muss, wenn der vordere langsamer wird oder bremst. Schon allein, weil es Sprit spart. Und weil es sich so einfach entspannter fährt, auch wenn ich einer der schnelleren bin, meist auf der mittleren oder linken Spur.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Mi 29. Nov 2023, 22:48
von frododucato
das mit dem in den Rückspiegel schauen wird wohl kaum etwas bringen, wenn da gerade schon etwas angebraust kommt, oder was meinst du?
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Mi 29. Nov 2023, 22:58
von Agent_no6
frododucato hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 22:48
das mit dem in den Rückspiegel schauen wird wohl kaum etwas bringen, wenn da gerade schon etwas angebraust kommt, oder was meinst du?
Wenn du meinst mit "auf die Standspur ziehen" und aus dem Gefahrenbereich vor dem LKW wegkommen bringt nichts, dann hast du eben wenig bis keine Erfahrung.
Wenn ich ständig über meinen rückwärtigen Verkehr informiert bin (Achtung hier kommt der Rückspiegel zum Einsatz), bin ich in so einer Situation aber sowas von auf "Hab Acht" und ziehe so lange es noch geht (und rollt) auf die Standspur. Und keiner kann mir erzählen daß auf einmal ALLES schlagartig gestanden hat. Dann hätte es eine Massenkarambolage gegeben.
Ich wette die Pappschachtel hätte danach noch wie eine Pappschachtel ausgesehen.
Aber fahr du weiter ohne Rückspiegel, so fahren ja eh die meisten. Vor allem auf der linken Spur, hoho...
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
frododucato hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 22:48
das mit dem in den Rückspiegel schauen wird wohl kaum etwas bringen, wenn da gerade schon etwas angebraust kommt, oder was meinst du?
Wenn du meinst mit "auf die Standspur ziehen" und aus dem Gefahrenbereich vor dem LKW wegkommen bringt nichts, dann hast du eben wenig bis keine Erfahrung.
Wenn ich ständig über meinen rückwärtigen Verkehr informiert bin (Achtung hier kommt der Rückspiegel zum Einsatz), bin ich in so einer Situation aber sowas von auf "Hab Acht" und ziehe so lange es noch geht (und rollt) auf die Standspur. Und keiner kann mir erzählen daß auf einmal ALLES schlagartig gestanden hat. Dann hätte es eine Massenkarambolage gegeben.
Ich wette die Pappschachtel hätte danach noch wie eine Pappschachtel ausgesehen.
Aber fahr du weiter ohne Rückspiegel, so fahren ja eh die meisten. Vor allem auf der linken Spur, hoho...
ich benutze sehr viel den Rückspiegel
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 00:16
von Agent_no6
frododucato hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 23:32
ich benutze sehr viel den Rückspiegel
Nützt ja nix , wenn du ihn nur zum Schminken benutzt.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 07:48
von Dieselreiter
frododucato hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 22:47
Und weil es sich so einfach entspannter fährt, auch wenn ich einer der schnelleren bin, meist auf der mittleren oder linken Spur.
Auch wenn rechts frei ist? Dann bis du notorischer Linksfahrer.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 07:56
von Cybersoft
Dann wird das mit den 10 Liter Wohnmobil auch nichts ...
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 10:26
von Elgeba
Dieselreiter hat geschrieben: Do 30. Nov 2023, 07:48
frododucato hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 22:47
Und weil es sich so einfach entspannter fährt, auch wenn ich einer der schnelleren bin, meist auf der mittleren oder linken Spur.
Auch wenn rechts frei ist? Dann bis du notorischer Linksfahrer.
Mit einem Wohnmobil kannst Du das vergessen.
Gruß Arno
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 10:42
von Rupert
Wir (Feuerwehr) hatten gerade wieder in der Vorwoche einen Auffahrunfall vor einer Baustelle auf der Autobahn, der Gott sei Dank außer Materialschaden glimpflich ausging. Der Fahrzeuglenker im ersten Fahrzeug erzählte mir, dass er den hinter ihm kommenden PKW auf sich zukommen sah - aber keine Chance hatte, noch auf den Pannenstreifen auszuweichen ...
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 10:53
von Elgeba
Ich versuche mindestens 50 m vom Stauende wegzubleiben und lasse die Rückspiegel nicht aus den Augen.Im Notfall kann ich so mit Vollgas vorfahren und der Schlafmütze hinter mir Platz machen,wenn möglich versuche ich auch durch ausweichen auf eine andere Spur Platz zu schaffen.Das man am Stauende die Warnblinkanlage einschaltet sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Gruß Arno
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Das man am Stauende die Warnblinkanlage einschaltet sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Ich hatte schon mal überlegt so ein gelbes LED Stroboskop hinten zusätzlich zu verbauen, https://www.amazon.de/EYPINS-Frontblitz ... ive&sr=1-1
da reagieren dann vielleicht solche mit anderen Sachen beschäftigten eher als auf die Warnblinkanlage.
Bisher aber nicht umgesetzt.
Ansonsten hilft nur reichlich Abstand nach vorne und nachfolgenden Verkehr beobachten,
der Rest ist halt normales Risiko im Verkehr.
Mir machen zB Leute im Gegenverkehr ohne Trennung mehr Sorgen,
die wegen Ablenkung Überholen oder sonst was direkt vor einem mal rüber ziehen,
da hat man null Chance.
Mit dem PKW habe ichs mal geschafft in den Graben auszuweichen (keine Leitplanke),
nichts kaputt nur viel Dreck im Unterboden und wieder Rauskommen war etwas aufwendig.
Das Arsch... war natürlich weg und zum Nummer Aufschreiben hatte ich keine Zeit.
Seitdem D.-Cam verbaut.
So ein Ausweichen mit nem kopflastigen Womo wenn man es überhaupt noch schafft,
geht nicht so glimpflich aus.
Da ist dann zu überlegen bei welchen "Gegner" man versucht so zu reagieren.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Das man am Stauende die Warnblinkanlage einschaltet sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Ich hatte schon mal überlegt so ein gelbes LED Stroboskop hinten zusätzlich zu verbauen, https://www.amazon.de/EYPINS-Frontblitz ... ive&sr=1-1
da reagieren dann vielleicht solche mit anderen Sachen beschäftigten eher als auf die Warnblinkanlage.
Bisher aber nicht umgesetzt.
Ansonsten hilft nur reichlich Abstand nach vorne und nachfolgenden Verkehr beobachten,
der Rest ist halt normales Risiko im Verkehr.
Mir machen zB Leute im Gegenverkehr ohne Trennung mehr Sorgen,
die wegen Ablenkung Überholen oder sonst was direkt vor einem mal rüber ziehen,
da hat man null Chance.
Mit dem PKW habe ichs mal geschafft in den Graben auszuweichen (keine Leitplanke),
nichts kaputt nur viel Dreck im Unterboden und wieder Rauskommen war etwas aufwendig.
Das Arsch... war natürlich weg und zum Nummer Aufschreiben hatte ich keine Zeit.
Seitdem D.-Cam verbaut.
So ein Ausweichen mit nem kopflastigen Womo wenn man es überhaupt noch schafft,
geht nicht so glimpflich aus.
Da ist dann zu überlegen bei welchen "Gegner" man versucht so zu reagieren.
das spricht erstmal für ein 5 m langes WoMo mit Hubbett statt einem 7 oder gar 8 m langen WoMo mit XXL-Heckbett, würd ich sagen, da kompakter und leichter fürs ausweichen?
Eine Taste, die das WoMo 3x sehr laut hupen lässt + Warnblinker einschält, wäre gut, aber bin kein Elektriker. Es gibt so viele Ingeneure und Elektriker. Warum gibt es sowas noch nicht?
So ein Sonder-Hup-Signal für Stau-Ende, das allgemein bekannt wird, wäre gut.
Ich fahre deshalb als Autofahrer wenig rechts, eben wegen dieser LKWs. Zwischen denen fühle ich mich weniger sicher.
Die letzte Autobahnfahrt nachts war gruselig, mit den vielen LKWs, die an den Randstreifen irgendwo auf den Autobahnen parkten.
Oder als ich aus einer Raststätte rausfuhr, parkten LKWS noch entlang der Ausfahrt nach der Raststätte / Einfahrt auf die Autobahn. Das erschwert nachts bei Regen die Orientierung und es verkürzt die Anlaufstrecke, um auf 100 oder auch nur 80 km/h zu kommen. Das war sehr gruselig.
Daher werde ich die erste Fahrt mit dem WoMo für den Rückweg nur tagsüber machen und nicht bei Schnee oder Regen.
Aber was ich machen soll, wenn vor mir ein LKW ist, ich viel / genug Abstand halte und sich hiner mir ein LKW aufdrängt, weiß ich auch nicht.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
ch hatte schon mal überlegt so ein gelbes LED Stroboskop hinten zusätzlich zu verbauen, https://www.amazon.de/EYPINS-Frontblitz ... ive&sr=1-1
da reagieren dann vielleicht solche mit anderen Sachen beschäftigten eher als auf die Warnblinkanlage.
geile Idee! Wie würdest du das verbauen bzw. wo anbringen?
Taste für Hube + Stroboskop wäre es noch besser.
Anonsten wäre das Thema wohl ein starkes Argument für Automatik-Gangschaltung?
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Kommt natürlich auch darauf an, mit welchem Tempo der LKW auffährt.
Hat er nur noch etwas Restgeschwindigkeit oder fährt er ungebremst mit welchem (hohen) Tempo auf.
Schiebt er das Womo nur vor sich her oder steht vor dem Womo ein weiterer LKW, den der auffahren LKW auf den vor ihm stehenden draufschiebt usw usw.
Wenn ich/wir einen Stau auf der Autobahn erkennen, ist die erste Reaktion Warnblinkanlage an und so weit wie möglich vor dem Stau Tempo rausnehmen und gleichzeitig intensiv den rückwärtigen Verkehr beobachten.
Erst wenn alle hinter uns, egal ob Pkw oder Lkw, lange vor dem Stauende, die Situation erkannt bzw. reagiert haben,
erst dann nähern wir uns langsam dem Stauende.
So bin ich, so sind wir in über 50 Jahren Autofahrerleben noch nie in so eine brenzlige Situation geraten.
und wie oft hast du das schon allein ohne Beifahrer mit einem WoMo so gemacht?
Man muss den Horror-Unfall ja nicht an die Wand malen, aber ein diskussionswürdiges Thema finde ich das schon.
Re: Schrecklicher Wohnmobilunfall gestern auf der A1
Verfasst: Do 30. Nov 2023, 12:29
von Santana63
frododucato hat geschrieben: Do 30. Nov 2023, 12:14
Aber was ich machen soll, wenn vor mir ein LKW ist, ich viel / genug Abstand halte und sich hiner mir ein LKW aufdrängt, weiß ich auch nicht.
Versuchen den Platz zum Ausweichen zu nutzen,
und je größer der Weg zwischen zB 2 Fahrzeugen ist, desto mehr Energie wird vor der letztendlichen "Verpressung" abgebaut.
"Beten" ?
Das LKW Problem ist ein politisches, soll hier ja nicht diskutiert werden.
Zu dem von Dir dazu geschriebenen habe ich ne einfache Lösung,
Schwerlastverkehr nur mit zwei Kraftfahren zulassen, für Alle.
Die Lohnkosten sind der geringste Anteil an den Transportkosten von Waren.