Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

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Elgeba
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#41

Beitrag von Elgeba »

Probier mal Austern in Knoblauchbutter gedünstet, dazu Spaghetti und ein gutes Glas Wein.


Gruß Arno *THUMBS UP*
Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil.Bekennender SP und Wackenverweigerer
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PeterAusErfurt
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#42

Beitrag von PeterAusErfurt »

Was Sven in der Eröffnung geschrieben hat, trifft wohl weitgehend zu.
In Deutschland haben wir in den Städten Zustände wie im Wilden Westen.
LKW und PKW haben das höchste Gefährdungspotenzial und zu viele, die diese bewegen, nehmen keine Rücksicht.
Dann kommen Motorräder und Leichtkrafträder und zu viele, die diese bewegen, nehmen keine Rücksicht.
Dann kommen Pedelecs, eBikes und eScooter und zu viele, die...
Dann Fahrräder und zu viele, die..
Und am unteren Ende hätten wir dann noch Fußgänger, die meisten noch ziemlich fit aber auch bewegungseingeschränkte Personen oder Kinder.
Verkehrsplanung erfolgte in D viel zu lange nach dieser Hierarchie. Andere Länder sind da erheblich weiter. Inzwischen spricht man von Schutzstreifen für Fahrräder, Fahradstraßen usw. Aber ist das der richtige Ansatz?
Wäre es nicht besser dafür zu sorgen, dass man den engen Raum in den Städten so aufteilt und steuert, dass nach der Geschwindigkeit gedacht wird.
Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Straßen haben und brauchen keine Unterteilung, Tempolimit ist Schrittgeschwindigkeit (7 km/h).
Dann enge Altstadt- und Innenstadtstraßen mit Limit 20 km/h. Mittlere Straßen mit Tempo 30 km/h.
Da braucht es keine extra Radwege oder Schutzstreifen, die Fußgänger bekommen die Gehwege zurück.
Da wo Tempo 50 km/h und mehr zulässig ist, braucht es Radwege. Aber nicht auf dem Gehweg, sondern deutlich davon abgesetzt.
Durch derartige Grundsätze wäre der Tempounterschied nicht so hoch, dass es gefährlich ist. Es sollten sich natürlich dran gehalten werden.
Ein Fußgänger schafft, wenn er zügig unterwegs ist, nur 4-5 km/h, Fahrräder das 4-5 fache davon, eBikes locker 25 km/h.
Gruß
PeterAusErfurt

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Kumopen
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#43

Beitrag von Kumopen »

Vieles von dem Chaos unter den Verkehrsteilnehmern bei uns kommt aus einer Mischung aus Unwissenheit, Ignoranz, Verunsicherung und Angst vor Autos:
Es gibt Gehwege mit dem Zusatzschild "Fahrräder erlaubt". Leider gibt es darunter Strecken, die völlig für Fahrräder ungeeignet sind, weil viel zu schmal und zwei Fahrräder nicht an einander vorbei passen. Und die Autofahrer meinen, das wäre ein benutzungspflichtiger Radweg und verhalten sich entsprechend. Die Strasse an dem schmalen Gehweg mit Fahrrad erlaubt, ist auf Tempo 30 beschränkt.
Und die Radfahrer verwechseln ebenfalls den Gehweg mit Fahrraderlaubnis mit einem Radweg, fahren viel zu schnell und versuchen Fußgänger klingelnd zu verscheuchen.

Jüngere Kinder dürfen mit ihren Rädern nicht auf die Straße, sondern müssen Gehwege benutzen. Ist die ganze Familie unterwegs, kann das ziemlich nerven, mit den Kindern auf dem Gehsteig und den Erwachsenen auf der Fahrbahn. Also fahren alle auf dem Gehsteig und das behalten manche Erwachsene dann bei, auch wenn sie ohne Kinder mit dem Rad fahren.
Es gibt Menschen, die offenbar grosse Angst haben auf der Strasse zu fahren. Die fahren dann aus Prinzip auf dem Gehweg, ganz gleich, ob der breit oder schmal ist, ob die Strasse auf Tempo 30 km/h begrenzt ist oder es sich gar um eine Fahrradstrasse handelt.
Manche Autofahrende sind nicht immer bei allen Regeln auf dem aktuellen Stand. In der Fahrradstrasse gilt Maximaltempo 30 km/h. Wenn eine Strasse als Fahrradstrasse ausgeschildert ist, werden eventuell vorher vorhandene Geschwindigkeitsbeschränkungs-schilder entfernt, um quasi einen "weißen Schimmel" zu verhindern. Ergebnis: Manche brettern mit 50 km/h durch.
An einer anderen Tempo 30 Strasse gibt es einen breiten Radweg, der teilweise gemeinsam mit dem Gehweg erbaut ist, teilweise optisch durch einen anderen Belag vom Gehweg deutlich separiert ist. Als der Geh-Radweg erbaut wurde, war die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Strasse 50 km/h. Seit auf der Strasse Tempo 30 gilt, darf der Radweg nur noch in einer Richtung benutzt werden, die anderen Radler müssen die Fahrbahn benutzen. Macht aber niemand.
Ich will damit ausdrücken, dass auch der Gesetzgeber manchmal sein Scherflein zum Chaos beträgt. ....
Gruß
Jürgen

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Hans 7151
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#44

Beitrag von Hans 7151 »

Snowpark hat geschrieben: Do 19. Dez 2024, 21:03
Elgeba hat geschrieben: Do 19. Dez 2024, 20:43
Ist das so? *ROFL*


Gruß Arno
:Ironie:
Macht dir inzwischen doch schon Spaß, dieses Thema :mrgreen: :spass:
Wenn ich vom Arno lese denke ich immer an meinen Vater. Wenn ein LKW oder Bus ihn behindert hat oder dies oder das war dann hat er immer fleißig Namen aus dem Tierreich vergeben.
Und als ich mich dann selbständig gemacht hatte ist er des öfteren mitgefahren als er in Rente war.
Und dann igendwann hatten wir einen besonders turbulenten Tag. Als wir dann heim fuhren spät Abends hat er gesagt,
" ich sage nie mehr etwas gegen einen LKW-faher, ich hatte nicht gewusst was der Kerl hier leisten muss".
Es schadet nicht mal die andere Seite zusehen, da ändert sich die Sichtweise mal ganz schnell auf um 180°.

Grüße Hans
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Hans 7151
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#45

Beitrag von Hans 7151 »

Kumopen hat geschrieben: Fr 20. Dez 2024, 08:14
Wenn eine Strasse als Fahrradstrasse ausgeschildert ist, werden eventuell vorher vorhandene Geschwindigkeitsbeschränkungs-schilder entfernt, um quasi einen "weißen Schimmel" zu verhindern. Ergebnis: Manche brettern mit 50 km/h durch.
Jetzt weis ich nicht , ist in Fahrradstraßen eine feste Geschwindigkeitsbegrenzung vorgegeben und welche?

Grüße Hans
Kumopen
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#46

Beitrag von Kumopen »

Hans 7151 hat geschrieben: Fr 20. Dez 2024, 08:43

Jetzt weis ich nicht , ist in Fahrradstraßen eine feste Geschwindigkeitsbegrenzung vorgegeben und welche?

Grüße Hans
Tempo 30

Und Radfahrende dürfen neben einander fahren, vom Rücksichtsgebot her müssten sie dann aber eigentlich den Weg zum Überholen freigeben.
Also die Fahrradstrassen in Nürnberg sind ehemalige Tempo 30 Wohnstrassen. Kfz dürfen da wie zuvor auch fahren. Der Vorteil für die Radfahrenden ist in erster Linie, dass sie jetzt gegenüber einmündenden Strassen vorfahrtsberechtigt sind. Erkauft wird das durch eine Schilder- und Farborgie, weil jede Einmündung beschildert ist, nach jeder Einmündung wieder das Schild Fahrradstrasse steht und im Kreuzungsbereich der Fahrbahnbelag mit stinkiger Farbe rot eingefärbt wurde. Die Farbe stinkt bei entsprechender Sonneneinstrahlung auch nach 3 Jahren noch. Abmontiert wurden die Tempo 30 Schilder.
Gruß
Jürgen

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custom55
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#47

Beitrag von custom55 »

Es ist meiner Meinung nach fast alles richtig was hier bisher geschrieben wurde.

Der Schlüssel ist gegenseitige Rücksichtnahme.
Und das machen die Spanier, wie Sven geschrieben hat, vorbildlich. Aber ganz wenige Ausnahmen gibt es auch hier.

Ich gehe zu, ich fahre mit dem Fahrrad auch mal bei Rot über die Ampel, aber nur wenn keiner da ist den das tangiert.
Ich fahre unter manchen Umständen und wenn da wenig los ist auch auf Fußgängerwegen. Aber dann mit angepasster Geschwindigkeit und in dem Bewusstsein, das hier die Fußgänger im Recht sind. Dann Grüße ich höflich und nehme wirklich Rücksicht auf sie und halte auch mal an oder weiche auf eine Nebenfläche aus.
Alles kein Problem mit gegenseitiger Rücksichtnahme.
Ist doch eigentlich in allen Lebenslagen so. Aber ich beobachte leider immer mehr Egoismus.
Der eine pocht auf sein Recht, der Andere auf das Recht des Stärkeren.
Gruß Jürgen


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Anon27
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#48

Beitrag von Anon27 »

Gestern haben wir den Tag im sonnigen Alicante verbracht. In der Innenstadt zum Beispiel sind da, wo keine eigenen Radwege möglich sind Schilder angebracht (Weiß mit Rotem Rand), das Autos zu Fahrrädern 5m Abstand halten müssen.
Passiert in der wirklich geschäftigen Stadt auch so und der Lieferverkehr scheint trotzdem gut zu funktionieren. Auf den Hauptstraßen der Stadt sind die Radwege separat, zweispurig und teilweise gegen die Fahrtrichtung angelegt. Die Ampeln zählen jeweils gar die Sekunden runter.

Ich glaube, das in Deutschland die Hierarchie Bus, LKW, Auto, Motorrad, Fußgänger, Fahrrad festgelegt ist und die Verkehrsplaner dieses Mammut pflegen.

Dem Radfahrer muss als klimafreundlichsten Verkehrsteilnehmer neben dem Fußgänger einfach den Vorrang erteilt werden, genauso wie man es mit dem öffentlichen Nahverkehr praktiziert hat.
Nach kurzer Zeit würde dann auch eine erhebliche Menge Waren mit Lastenrad in Innenstädte geliefert werden, statt einen 20 Tonner mit einer Europalette in die Fußgängerzone zu schicken.
Ein Fahrrad ist eines der effizientesten genutzten Fahrzeuge, die wir in unserer Zeit entwickelt haben, weil es stets vollumfänglich für den Zweck der Fortbewegung genutzt wird und dabei den Betreiber noch in Bewegung hält. Schaut man sich einen Linienbus dagegen an, fährt er sehr oft wenig gefüllt oder gar leer seine Touren ab, weil sie halt ausgeschrieben sind und bedient werden müssen. Statt träge im Bus zu sitzen, könnten die Insassen radfahren und würden den Straßenbelag wesentlich weniger belasten und ihrer Gesundheit Gutes tun. Wenn ich dann vielfach die fettleibigen Chauffeure der Linienbusse bemerke, muss eh an diesem Beruf gefeilt werden und vielleicht ein Rotationprinzip geschaffen werden, das Busfahrer im wöchentlichen Wechsel kommunale körperliche Arbeit leisten sollten, eventuell gar im Straßenbau. Aber das schweift ab. :Ironie:
Auf jeden Fall bleibt der öffentliche Nahverkehr ja noch für einen hohen Anteil Menschen bestehen, die aus gesundheitlichen Gründen oder ihres Alters wegen ein Rad nicht nutzen können.
Aber zum Beispiel Schüler jenseits der Grundschule gehören nicht in einen Bus, wo sie unausgelastet krakeelen und aufs Handy starren, sondern aufs Rad, wo sie sich bewegen.

LG
Sven
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Elgeba
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#49

Beitrag von Elgeba »

Wenn ich so einen Mist lese,graut es mir.Wie sollen Schüler im ländlichen Bereich und den entsprechenden Entfernungen ihre Schulen etc. erreichen, und das noch im Winter? Ein Linienbus befördert bei normaler Auslastung 56 Fahrgäste,sollen die alle mit dem Fahrrad fahren? Selbst in der Stadt wäre das aussichtslos.
Wenn ich solches Geschwurbel lese frage ich mich wirklich, ob der Autor sie noch alle beisammen hat,wenn er Langeweile hat,sollte Sven vielleicht mal ein gutes Buch lesen anstatt solchen Unsinn zu verzapfen.
Wie hat der gute Herr Nuhr mal gesagt; Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten,recht hat der Mann.

Gruß Arno
Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil.Bekennender SP und Wackenverweigerer
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Heribert
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#50

Beitrag von Heribert »

Arno...... Du hast vielen aus der Seele gesprochen.
Heribert
Grüß Gott aus München
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Elgeba
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#51

Beitrag von Elgeba »

Danke, langsam wird es unerträglich.


Gruß Arno
Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil.Bekennender SP und Wackenverweigerer
Anon26
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#52

Beitrag von Anon26 »

Da wo ich in Spanien war gabs keine Fahrradwege.
Da ist bei uns auf dem Land mehr vorhanden.

Beste Gruesse Bernd
Gulag
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Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#53

Beitrag von Gulag »

Elgeba hat geschrieben:
Wenn ich so einen Mist lese,graut es mir . . .
Wieso denn das?
Solchen "Mist" findet man doch in allen Beiträgen des Seballas . . .
Heribert hat geschrieben:
Arno...... Du hast vielen aus der Seele gesprochen.
Ja, mir auch!
Elgeba hat geschrieben:
Danke, langsam wird es unerträglich.
Nicht nur langsam . . . das ist es schon lange . . .
Die Einigung Europas gleicht dem Versuch, ein Omlett zu machen, ohne die Eier kaputt zu schlagen. [Paul Lacroix]
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ivalo
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#54

Beitrag von ivalo »

Guten Abend

Sven, egal was Du genommen hast, nimm weniger davon.
Meistens sind Deine Beiträge lesenswert, da darf auch mal ein Ausreisser darunter sein.
Es sollte allerdings nicht zu Gewohnheit werden.
Berufgruppen herunterzumachen ist etwa gleich billig, wie sich abschätzig über kurz gewachsene zu äussern.

Gruss Urs
Adler fliegen alleine, Schafe gehen in Herden. Alte Adler fliegen langsam, aber sie sehen mehr.
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd" alte Indianerweisheit
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Kurt
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#55

Beitrag von Kurt »

Hallo,

ist doch Stammtisch und kein technisches Thema. Hier kann man doch alles reinstellen. Wem es zuvielwird muss das Thema doch nicht lesen
Viele Grüße

Kurt
Unterwegs im Adria 574 SP aus 2008 auf Ducato 250 Basis
Wer einen Schreibfehler findet darf ihn behalten. ]:->
Groovy
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#56

Beitrag von Groovy »

Moin,
was hat Sven denn jetzt so schlimmes bzw. falsches geschrieben?

Gruss Volker
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Denkerle
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#57

Beitrag von Denkerle »

Groovy hat geschrieben: Fr 20. Dez 2024, 18:34
Moin,
was hat Sven denn jetzt so schlimmes bzw. falsches geschrieben?

Gruss Volker
Er hat mal wieder eine zu große Portion Ironie zu besten gegeben *LOL*
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Grüße Sonya
Anon27
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#58

Beitrag von Anon27 »

;-) Naja, diesmal muss ich Arno und den Kollegen aber auch mal Recht geben. Urs hat auch Recht gesprochen. Wäre schade um ein wirklich wichtiges Thema, irgendwie den Radverkehr auch bei uns zu verbessern.

Viel liegt ja an der grundsätzlichen Infrastruktur eines Landes und wie in den Niederlanden wurde in Spanien schon überwiegend mit viel Abstand gebaut, während bei uns die Nebenstraßen schon an Grenzen geraten, wenn sich zwei SUV begegnen. Eventuell könnte man da wo es irgendwie möglich ist, möglichst viele Nebenstraßen zu Einbahnstraßen umgestalten und dort Radwege integrieren oder alternativ das Tempo runter zu setzen und Vorrang für Fahrräder einrichten. Die Hauptstraßen nur da für Fahrräder frei geben dann, wo keine Umfahrung möglich ist. So blieben dann auch Fußgängerwege unberührt und der Verkehr könnte konfliktfreier fließen. Bei Kreisverkehren jedoch müssten Ampeln für Fahrräder eingerichtet werden, da sie unumgänglich in den toten Winkel geraten.

LG
Sven
Kumopen
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#59

Beitrag von Kumopen »

Sellabah hat geschrieben: Fr 20. Dez 2024, 19:21
Bei Kreisverkehren jedoch müssten Ampeln für Fahrräder eingerichtet werden, da sie unumgänglich in den toten Winkel geraten.
Tipp: Nimm die Mitte der Fahrbahnbreite im Kreisverkehr, dann gerät's Du in keinen toten Winkel.
:duw:
Gruß
Jürgen

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Bevaube
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Re: Fahrradwege in großen Städten nicht möglich?

#60

Beitrag von Bevaube »

Kumopen hat geschrieben: Fr 20. Dez 2024, 19:28
Sellabah hat geschrieben: Fr 20. Dez 2024, 19:21
Bei Kreisverkehren jedoch müssten Ampeln für Fahrräder eingerichtet werden, da sie unumgänglich in den toten Winkel geraten.
Tipp: Nimm die Mitte der Fahrbahnbreite im Kreisverkehr, dann gerät's Du in keinen toten Winkel.
:duw:
Das ist in der Schweiz sogar offizielle Anweisung der zuständigen Stellen!

Ich habe hier schon unzählige Vorschläge gesehen, wie die Probleme für die schwächeren Verkehrsteilnehmern verbessert werden könnten. Leider war kein einziger dabei, der eine sofortige Lösung bietet.
Z. Bsp. die Idee, neue Fahrradspuren zulasten des motorisierten Verkehrs einzurichten hat die Folge, dass die Kapazität der Strecke sinkt. Und da der öffentliche Verkehr meistens auch auf derselben Fahrbahn zirkuliert, stecken Bus und Bahn immer mehr im daraus folgenden Stau fest. Für Fahrradfahrer stellt sich eine Verbesserung ein, für alle übrigen Verkehrsteilnehmer wird es schlechter. Dazu leidet die Umwelt durch höhere Luftbelastungen und die Wirtschaft und alle die nicht mit dem Fahrrad unterwegs sind, verlieren Zeit.
Sven‘s Vorschlag, an den Strassen neue Fahrradwege durch die Vorgärten anzulegen beweist vor allem, dass er selber keinen solchen besitzt. Andernfalls wäre ihm das kaum in den Sinn gekommen. Und auch in den meisten Kommunen würde eine solche Lösung schon an den Finanzen scheitern.

Ich bin auf jeden Fall äusserst froh, bin ich nicht Verkehrsplaner! Denn da hat man auf jeden Fall die Ars…karte, denn bei jeder Massnahme wird jemand unzufrieden sein.

Gruss, Beat.
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