So Luxman, nun auch mein Senf dazu (wie kürzlich schon angesprochen):
Meine Erfahrungen dazu sind folgende:
Unser alter Knaus hatte ein Leichtbau-Styropor-Holz-Alu-Dach. Die Begehbarkeit war von Hersteller beschrieben, es sei möglich, Punktbelastungen aber möge man vermeiden. Mit Highheels hätte man darauf sicher Beulen hinterlassen, vielleicht war das die Ursache für den (vermeintlichen?) Hagelschaden? Dank Heckleiter war man jedenfalls schnell oben, Reinigungsarbeiten mit der Waschbürste waren kein Problem.
Unser darauf folgender Karmann hatte ein Polyester-Styrodur-Sandwichdach. Das war absolut uneingeschränkt begehbar, ich hätte darauf bedenkenlos jederzeit einen Smart geparkt, wenn ich einen gehabt hätte und ich ihn über die Heckleiter hochgebracht hätte ;) . Das Dach hatte seitlich eine einlaminierte Reling, auch für den Dachgepäckträger (100kg Dachlast!). Die hat einiges an Trittsicherheit gebraucht, da man - anders als im Hymer - die Dachbegrenzug mit den Füßen gespürt hat und seitlich nicht runterrutschen konnte. Oft genug hab ich ihn als fahrbare Arbeitsbühne missbraucht, um die Straßenbäume an unserer Zufahrt von dort aus zu schneiden (... das waren noch echte Womos...).
Der Hymer nun hat vorne eine GFK-Dachschale (Dachhubbett darunter) und hinten auf dem Aludachblech noch die GFK-Platte als Hagelschutz. Mit etwas Geschick und Luftanhalten komme ich durch die hintere Dachluke über dem Bett problemarm auf das Dach (z.B. eine Bierkiste erleichtert das), leider gibt´s keine Leiter für´s Heck, dann wäre das bequemer. Natürlich musss man ab und an aufs Dach, z.B. um den Schnee runter zu kehren oder es sauber zu machen. Das reduziert die Regenstreifen an den Seitenwänden. Ich habe keinerlei Angst, dort etwas kaputt zu machen, das Dach macht einen sehr robusten Eindruck. Der Schwachpunkt bin eher ich, da meine Höhenfestigkeit begrenzt ist und das Dach beim Waschen naturgemäß nass und rutschig ist, mit Schnee und Eis drauf noch viel mehr. Zum Glück ist unser Garagendach daneben gleich hoch, sodass ich zumindest auf einer Seite nicht runterfallen kann. Auf den anderen dreien bin ich sehr vorsichtig ;) .
Also Luxman, nur Mut, saubere Seglerschuhe anziehen und rauf auf´s Dach!
Also mit meinen roundabout 80kg habe ich keinerlei Probleme auf das Dach zu steigen. Habe dazu an die Streben einer Aluleiter dicken Nadelfilz geklebt, dass beim Anlehnen nichts passiert. Auch wir haben die zusätzliche GFK-Auflage auf dem Alu. Das war eine der wenigen gewichtsintensiveren Extras und war unserem Laternenparkplatz geschuldet. Ich täte mich schon sehr schwer das Dach richtig sauber zu kriegen, wenn ich da nicht rauf könnte. Gerade der Bereich um die Luken, Sat-Schüssel und Kabelkanäle setzt schon sehr viel Grünspan an und das gammelnde Laub sollte nicht auch noch eine zusätzliche Materialschicht bilden. Das ist vielleicht weniger der Fall, wenn das Mobil überdacht abgestellt ist.
Bei unserem alten Adria war das Dach nur GFK und daher wesentlich nachgiebiger. Da habe ich auch eine Styrodurplatte als Trittfläche verwendet. Ab und zu bin ich aber auch mal daneben getreten - ohne Folgen.
Gruß
Steffen
Die Ebene ist der Gipfel geografischer Niveaulosigkeit - schöne Grüße
Steffen im Hymer Exsis I 564 - 3,5t / 6,75x2,22x2,77m